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RUBIN-Erfahrungsaustausch: Bündnisse stärken, Verstetigung sichern : Datum:

Bei dem Treffen der 25 RUBIN-Bündnisse Ende Juni in Magdeburg standen Erfahrungen aus der FuE-Phase sowie Perspektiven für Verstetigung und wirtschaftliche Verwertung im Fokus. Fragen des geistigen Eigentums, der Finanzierung und möglicher Anschlussförderungen waren dabei die Schwerpunkte auf der Agenda.

Mit dem Mitmachformat „Stand-up“ eröffnete Eva Wendt aus dem Referat S14 – Innolab Raum für Austausch und neue Perspektiven. © PRpetuum GmbH

Bündnisse als regionale Innovationsmotoren

In der offiziellen Begrüßung zum Erfahrungsaustausch ordnete Christian Thiel, Referatsleiter des Referats InnoLab im Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), die Programmlinie RUBIN in die Innovations- und Förderpolitik des Bundes ein. Dabei betonte er die Rolle der RUBIN-Bündnisse als den Strukturwandel unterstützende regionale Innovationsmotoren.

Die daran anschließenden Präsentationen von RUBIN-Bündnissen aus der ersten von drei Förderrunden verdeutlichen die Vielfalt der im Rahmen der RUBIN-Förderung adressierten Themenfelder.  Themen waren beispielsweise ressourceneffiziente Baustoffe und neuartige Sensor- und Quantentechnologien, biobasierte Verfahren und Point of Care Lösungen in der Gesundheitswirtschaft sowie photonische Anwendungen und Hochleistungskeramik für Mobilität, Medizin und Industrie. Welche Herausforderungen die RUBIN-Bündnisse aller Förderrunden miteinander teilen, wurde im Anschluss an Thementischen in kleinerer Runde diskutiert. Dabei wurde konkret über Strukturen und typische Stolpersteine gesprochen, etwa bei der Entwicklung und Anwendung von KI und Sensorik in unterschiedlichen Anwendungsfeldern, bei Fragen der Zulassung und Regulatorik oder der Erschließung neuer Märkte.

Nach der Begrüßung durch Christian Thiel, Leiter des Referats S14 – Innolab, stiegen die RUBIN-Bündnisse schnell in die vielfältigen Innovationsthemen ein. © PRpetuum GmbH

Verstetigung nach der Förderphase

Ein inhaltlicher Schwerpunkt war der Umgang mit dem geistigen Eigentum der Bündnisse. Als externe Expertin gab Susanne Gürich vom HIGHEST Innovations- und Gründungszentrum der TU Darmstadt in ihrem Impuls konkrete Hinweise, wie sich Schutz- und Patentrechte sinnvoll anwenden lassen. Sie zeigte, welche Lizenzmodelle sich für Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft eignen und wie sich eine Strategie für den Schutz des geistigen Eigentums aufbauen lässt, die Interessen aus Wissenschaft und Wirtschaft gleichermaßen berücksichtigt.

Gastredner Sven Blanck vom Spitzencluster MAI Carbon gab Einblicke in bewährte Governance-Modelle. Er beschrieb die Rollenverteilung im Netzwerk und stellte Instrumente vor, mit denen Bündnisse ihre Handlungsfähigkeit über die Förderphase hinaus gewährleisten können. Dr. Stefan Schünemann vom Innovations- und Gründerzentrum Magdeburg GmbH beleuchtete die Rolle regionaler Innovationszentren und zeigte, wie lokale Gründungsökosysteme von bundesweiten Fördermöglichkeiten profitieren können. Auf dieser Basis erarbeiteten die Teilnehmenden in zwei Workshops konkrete Ansätze bezüglich Bündnismanagement, Verstetigung und wirtschaftlicher Verwertung.

Blick auf die nächsten Schritte 

Impulse zu Finanzierungsmöglichkeiten gab Jun.-Prof. Dr. Maximilian Schreiter von der HHL Leipzig Graduate School of Management. Er stellte verschiedene Möglichkeiten der Unternehmensfinanzierung vor und erklärte, warum eine gute Finanzplanung für wichtige strategische Entscheidungen entscheidend ist. Ergänzend stellte Alexandra Bender von der Förderberatung des Bundes Möglichkeiten der öffentlichen Anschlussförderung vor und zeigte, wie Bündnisse ihre Projekte langfristig mit weiteren Förderprogrammen verknüpfen können. Die Bündnisse nutzten den Austausch, um konkrete Hinweise für ihre weitere Arbeit, zum Beispiel zur Ausgestaltung von Finanzierungsstrategien, zu erhalten. 
Für die RUBIN-Bündnisse geht es nun darum, die gewonnenen Erkenntnisse in die laufende Arbeit zu integrieren und für die nächsten Schritte in ihren Projekten zu nutzen. Trotz der hochsommerlichen Hitze kamen in den beiden Tagen viele Gespräche zustande, neue Netzwerke wurden geknüpft. Der Erfahrungsaustausch mit zahlreichen neuen Kontakten ist damit ein wichtiger Baustein für die weitere Entwicklung der RUBIN-Bündnisse.