AERO-SH entwickelt Baukastenprinzip für Lastdrohnen : Datum:
In ländlichen Regionen sind Lastdrohnen ein möglicher Baustein für die Zukunft der Logistik. Dafür will das WIR!-Bündnis UAM-InnoRegion-SH im Projekt AERO-SH ein modulares Entwicklungs- und Produktionssystem für Lastdrohnen erforschen. Am 1. August startete das Projekt in die Umsetzungsphase.
Flexibel, wirtschaftlich und klimafreundlich sollen die neuen Transportdrohnen sein, an denen die Fachhochschule Kiel zusammen mit dem Industriepartner TECCON und weiteren Unternehmen arbeitet. Ziel des gemeinsamen Projektes AERO-SH ist die Entwicklung eines innovativen Baukastensystems für Lastdrohnen. Der modulare Ansatz ermöglicht eine flexible und ressourcenschonende Produktion. Die elektrisch betriebenen Drohnen können so an individuelle Kundenbedürfnisse und wechselnde Einsatzzwecke im ländlichen Raum Schleswig-Holsteins angepasst werden. Möglich wäre dadurch beispielsweise die Versorgung von Inseln und Halligen.
Am 1. August startete AERO-SH in die dreijährige Umsetzungsphase. Kerninnovation ist ein durchgehend digitalisierter Entwicklungsprozess, bei dem von der Simulation über die Konstruktion bis zur Produktion moderne Verfahren wie Rapid Prototyping und 3D-Druck genutzt werden. „AERO-SH zeigt, wie durch wissenschaftlich fundierte Entwicklungsprozesse in kurzer Zeit praxistaugliche Lösungen entstehen – und das passgenau für regionale Bedarfe“, meint Projektleiter Professor Jochen Immel von der Fachhochschule Kiel.
Als Teil des WIR!-Bündnisses UAM-InnoRegion-SH wird das Projekt AERO-SH vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert. Langfristig soll es nicht nur zeigen, wie leistungsfähige Lastdrohnen zur klimafreundlichen Logistik im Norden beitragen können. Die Wirtschaftsförderung Nordfriesland, die das WIR!-Bündnis koordiniert, strebt dadurch auch neue Arbeitsplätze sowie eine Stärkung der Fachkräfteausbildung und technologischer Kompetenzen in der Region an.