„Drohnenballett“ setzt neue Maßstäbe
Wie lassen sich Drohnenshows flexibler, interaktiver und effizienter gestalten? Im Projekt „Drohnenballett“ des WIR!-Bündnisses UAM-InnoRegion-SH entwickeln die TU Hamburg und das Kieler Unternehmen Zouber KI-basierte Showkonzepte. Gemeinsam wollen sie die Akzeptanz dieser innovativen Technologie für andere Einsatzszenarien steigern.
Drohnenshows haben sich in den vergangenen Jahren zu einer eindrucksvollen Alternative zu klassischem Feuerwerk entwickelt. Sie verbinden Technologie, Gestaltung und Eventerlebnis und bieten zugleich großes Potenzial, moderne Drohnensysteme einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Genau hier setzt das Projekt „Drohnenballett“ an: Die Projektpartner aus Wissenschaft und Wirtschaft wollen Drohnenshows technisch neu denken und gestalterisch weiterentwickeln.
Im Mittelpunkt steht eine KI-basierte Flugpfadplanungs- und Steuerungstechnologie für Drohnenschwärme. Flugrouten sollen automatisiert berechnet werden, sodass Shows deutlich schneller und kostengünstiger geplant werden können. Gleichzeitig entwickeln die Projektpartner eine dynamische Steuerung, mit der sich Abläufe während der Aufführung etwa durch Interaktion mit dem Publikum oder spontane Veränderungen im Ablauf flexibel anpassen lassen.
Technik trifft Kreativität: Neue Möglichkeiten für interaktive Shows
Neben der technologischen Entwicklung erforscht das Projektteam auch neue gestalterische Konzepte. Dazu zählen fließende Übergänge zwischen Figuren sowie interaktive Showelemente, die Zuschauerinnen und Zuschauer aktiv einbinden. So entstehen visuell beeindruckende, moderne Eventformate, die Technik und Kreativität miteinander verbinden und ganz neue Erzählformen am Himmel ermöglichen.
Als zentraler Erprobungs- und Demonstrationsort dient der Flughafen Leck. Mit seinem Gelände und den Hangars bietet er ideale Bedingungen für Tests, Proben und öffentliche Vorführungen und wird damit weiter als wichtiger Baustein der regionalen Innovations- und Erprobungslandschaft gestärkt.
Beitrag zu Akzeptanz, Wertschöpfung und regionaler Entwicklung
Das Projekt „Drohnenballett“ wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert und zahlt in mehrfacher Hinsicht auf die Ziele des WIR!-Bündnisses UAM-InnoRegion-SH ein. Mit öffentlich wirksamen Drohnenshows will das Bündnis Sicherheit, Präzision und Zuverlässigkeit von Drohnensystemen erlebbar machen und Vorbehalte gegenüber sogenannten „Unmanned Air Mobility“ (UAM)-Technologien abbauen. Denn die entwickelten Technologien sind nicht nur für Showanwendungen relevant. Die Forschung zur dynamischen Schwarmflugplanung kann auch auf weitere UAM-Anwendungsfelder wie zum Beispiel Seenotrettung, Küsten- und Naturschutz, Landwirtschaft oder die Inspektion von Windenergieanlagen und Infrastrukturen übertragen werden. Gleichzeitig schafft das Projekt qualifizierte Arbeitsplätze und ermöglicht wissenschaftliche Qualifizierung an der TUHH.
Mit dem Projektstart von „Drohnenballett“ zeigt UAM-InnoRegion-SH, wie technologische Innovation, regionale Wertschöpfung und gesellschaftliche Akzeptanz zusammenwirken können, um die Zukunft unbemannter Luftfahrt aktiv zu gestalten.