Lausitzer Transferpreis für „Bildbasierte Assays“

Das Senftenberger „InnoProfile-Transfer“-Team um Peter Schierack hat den Lausitzer WissenschaftsTransferpreis 2017 gewonnen. Auch den dritten Rang belegten Vertreter einer Unternehmen-Region-Initiative.

Das Projekt „Forschung, Entwicklung und Produktion medizinischer Diagnostika in der brandenburgischen Lausitz“ hat die Jury überzeugt. Sie vergab den Lausitzer WissenschaftsTransferpreis LWTP 2017 an die beteiligten Projektpartner. Zu diesen gehören Stiftungsprofessor Peter Schierack und Arbeitsgruppenleiter Stefan Rödiger von der BTU Cottbus-Senftenberg, deren InnoProfile-Transfer-Initiative „Bildbasierte Assays“ seit 2013 vom Bundesforschungsministerium gefördert wird. Die Senftenberger Wissenschaftler arbeiten auf dem Feld der Multiparameterdiagnostik und entwickeln Nachweissysteme, die Proben simultan auf mehrere Parameter untersuchen können. Gemeinsam mit den BTU-Forschern wurden die Attomol GmbH in Bronkow ausgezeichnet – eines der Stiftungsunternehmen von Peter Schieracks Professur – sowie das BTU-Arbeitsgebiet „Funkbasierte und optische Kommunikationssysteme“.

Sandwich im Betonschacht

Den dritten Platz beim LWTP 2017 sicherte sich ein Team um Holger Seidlitz. Seidlitz' Stiftungsprofessur für Leichtbau mit strukturierten Werkstoffen wird vom Bundesforschungsministerium im Rahmen von "InnoProfile-Transfer" gefördert. Gemeinsam mit der LKT Lausitzer Klärtechnik GmbH in Luckau haben die Cottbuser Forscher ein neuartiges Sanierungsverfahren für beschädigte Betonschächte entwickelt, wie sie unter anderem in Abwassersystemen vorkommen. „FlexRehaSchacht“ setzt auf selbsttragende Sandwich-Konstruktionen aus Faser-Verbund-Kunststoffen, die im beschädigten Schacht als zweite Hülle fungieren.

Der Lausitzer WissenschaftsTransferpreis wird seit 2011 jährlich von der Wirtschaftsinitiative Lausitz e. V. ausgeschrieben. Er fördert die Vernetzung von Forschung und mittelständischer Wirtschaft und ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert.