Wachstumskerne / WK Potenzial

Das Förderprogramm Innovative regionale Wachstumskerne richtet sich an regionale Kooperationen, die über eine Plattformtechnologie oder das Potenzial hierfür verfügen und wesentliche Alleinstellungsmerkmale in ihrem Kompetenzbereich aufweisen.

Logo des Programms Innovative regionale Wachstumskerne

Das Programm „Innovative regionale Wachstumskerne“ – für das keine Bewerbungen mehr möglich sind – richtet sich an regionale Bündnisse aus Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die bereits über eine gemeinsame Technologieplattform in ihrer Region verfügen und wesentliche Alleinstellungsmerkmale in ihrem Kompetenzbereich aufweisen. Das Förderprogramm will die in Ostdeutschland vorhandenen Kompetenzen und Potenziale wirkungsvoll nutzen und systematisch weiterentwickeln. Diese einzigartige Kompetenz einer Region kann zum Beispiel das Beherrschen bestimmter Technologien und Verfahren oder die besondere Verarbeitung von Materialien sein. Oftmals sind diese Alleinstellungsmerkmale in einer langen regionalen Tradition begründet und in Unternehmen und Forschungseinrichtungen verankert, teilweise auch durch Patente geschützt.

Deutliche Erfolge

Ideen und Aktivitäten der regionalen Innovationsbündnisse sollen sich vom Start weg an der wirtschaftlichen Umsetzung ausrichten. Von den Bündnissen verlangt das BMBF deshalb eine fundierte marktorientierte Strategie. Langfristig sollen die Wachstumskerne innovative, am Markt erfolgreiche Produkte entwickeln und die regionale Wertschöpfung steigern. Im günstigsten Fall kann dies der Anfang eines Cluster-Prozesses sein.

Eine 2016 erschienene externe Evaluation attestiert dem Wachstumskerne-Programm klar messbare und deutliche Erfolge. Fast 80 Prozent der befragten Wachstumskerne-Partner sehen eine gute bis sehr gute Zielerreichung ihres Wachstumskerns. Schon heute hat rund die Hälfte der Befragten Produkte auf dem Markt, die auf dem Wachstumskern basieren, oder die Produkte sind in der Phase der Markteinführung. 77 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass der Wachstumskern die wirtschaftliche Entwicklung der Standortregion positiv beeinflusst hat. Insgesamt bewertete die Evaluation die Förderinitiative „Innovative regionale Wachstumskerne“ im Hinblick auf Zielerreichung, Wirkungsweise und Kontexteinbindung als sehr erfolgreich und spricht sich für eine Fortführung und gegebenenfalls für eine Ausweitung auf andere strukturschwache Regionen aus.

Seit dem Programmstart im Jahr 2001 wurden bisher 56 Initiativen gefördert; die Fördersumme für die ausgewählten Initiativen liegt bei 460 Millionen Euro bis zum Jahr 2021.

WK Potenzial

Das Förderprogramm Wachstumskerne wurde 2007 durch das Modul WK Potenzial ergänzt. WK Potenzial – für das ebenfalls keine Bewerbungen mehr möglich sind – will aktuelle Forschungsergebnisse aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen schneller für regionale Unternehmen nutzbar machen; die Anforderungen – insbesondere an die Technologieplattform – liegen unterhalb des Wachstumskerne-Programms.

WK Potenzial soll die Lücke schließen, die sich zwischen Grundlagenforschung an den Hochschulen beziehungsweise öffentlichen Forschungseinrichtungen und der Forschung und Entwicklung in Unternehmen auftut. So können aktuelle Forschungsergebnisse aus den Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die über ein hohes Innovations- und Wachstumspotenzial verfügen, frühzeitig für Innovationen und eine erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung kleiner und mittlerer Unternehmen in Ostdeutschland genutzt werden.

WK Potenzial soll Forscherinnen und Forscher motivieren, gemeinsam mit den Unternehmen in der Region ihre Forschungsergebnisse weiterzuentwickeln und deren Potenzial für den Aufbau einer regionalen Kernkompetenz auszuloten. Mit dem Know-how beider Seiten könnten langfristig Produkte oder Dienstleistungen entwickelt werden, die den beteiligten Partnern und der Region neue Impulse geben. Erfolgreiche WK-Potenzial-Initiativen können sich für eine Förderung im Rahmen der „Innovativen regionalen Wachstumskerne“ bewerben.

Seit 2007 hat das Bundesforschungsministerium für 41 WK-Potenzial-Initiativen bislang 58,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.