H2-Transport über Landesgrenzen hinweg

Das „HYPOS“-Bündnis will eine effiziente grüne Wasserstoffwirtschaft in Mitteldeutschland etablieren und von hier aus den Weltmarkt erobern. Dazu vernetzt es Akteure aus Forschung und Industrie auch über nationale Grenzen hinweg.

HYPOS – das Akronym steht für Hydrogen Power Storage & Solutions East Germany – startete als Zwanzig20-Konsortium und wird inzwischen vom HYPOS-Verein getragen. In dem Kompetenzpool aus Wirtschaft und Wissenschaft treffen und vernetzen sich regionale Potenziale, Expertisen und über Jahrzehnte gesammelte Erfahrungen auf dem Gebiet der Wasserstoffwirtschaft.

Windkraftanlagen hinter Solarpaneelen

Strom aus Deutschlands Photovoltaik- und Windkraftanlagen allein wird nicht ausreichen, um den künftigen Bedarf an Grünem Wasserstoff zu decken.

PRpetuum GmbH

Deutsch-koreanische Synergien

Eine der Aufgaben des HYPOS-Netzwerkes ist es, Aktivitäten seiner Mitglieder und Partner auf dem Entwicklungsfeld des Grünen Wasserstoffs zu zeigen und zusammenzubringen – bundesweit und über die Grenzen hinaus.

Bis nach Korea reichen die Kontakte für das Vorhaben „H2DeKo“, das im Juli 2021 an den Start ging und wie HYPOS vom Bundesforschungsministerium gefördert wird. In dem Verbundprojekt zum Thema „Logistik von Grünem Wasserstoff“ arbeiten auf deutscher Seite die Hochschule Anhalt und das Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS Halle (Saale) zusammen. Die Hochschule Anhalt bietet den Masterstudiengang „Logistik und Luftverkehrsmanagement“ an und richtet einen Forschungsschwerpunkt auf die Wasserstofflogistik.

Aus verschiedenen Kooperationen mit koreanischen Partnern ist bekannt, dass auch in Korea die Kapazitäten aus Photovoltaik- und Windkraft nicht ausreichen, um die Bedarfe an Grünem Wasserstoff für Industrie und private Haushalte zu erzeugen. Korea wie auch Deutschland sind angewiesen auf H2-Importe aus Ländern, in denen regenerativ erzeugte elektrische Energie ausreichend zur Verfügung steht. Von daher haben beide Länder einen ähnlichen Forschungsbedarf zur H2-Wertschöpfungskette – von der Erzeugung über den Transport zum Bestimmungsland bis zur dortigen Verteilung und Anwendung.

Aufgabe des Fraunhofer IMWS wird es dabei sein, in Korea eine Forschungspräsenz zu etablieren. In der Zusammenarbeit mir den koreanischen Partnern aus Forschung und Industrie sollen Synergiepotenziale gefunden und genutzt werden.

Sachsen vernetzt sich

Auch auf nationaler Ebene tut sich etwas beim Thema Vernetzung und Kooperation. Die sächsischen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen forschen bereits seit vielen Jahren intensiv an Wasserstofftechnologien – und initiieren jetzt die Gründung einer Sächsischen Wasserstoff-Union, die sich dem Grünen Wasserstoff umfassend annimmt: von der Erzeugung über Speicherung und Transport bis hin zur Anwendung. Die Wasserstoff-Union bringt die Forschungskapazitäten der Technischen Universität Dresden TUD, der Technischen Universität Chemnitz und der Bergakademie Freiberg zusammen und soll einen weiteren Baustein auf dem Weg in die Wasserstoffwirtschaft bilden.

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