Erreichtes bewerten, neue Perspektiven entwerfen

Über 100 Vertreter aus den 20 WIR!-Bündnissen der ersten Förderrunde tauschten in einer digitalen Perspektivkonferenz mit vier Workshops ihre Erfahrungen und Erkenntnisse aus.

WIR!-1-Perspektivenkonferenz

Von links: Thomas Reimann (PtJ), Gisela Philipsenburg (BMBF) und Ramon Kucharzak (BMBF)

PRpetuum GmbH

Das Programm „WIR! – Wandel durch Innovation in der Region“ war das erste Programm von „Innovation & Strukturwandel“ und startete 2017 als Pilotprogramm ausschließlich für ostdeutsche Regionen. Die 20 ausgewählten Bündnisse begannen im März 2019 mit der Umsetzung ihrer Projekte. Bis Ende Oktober 2021 müssen sie beim Projektträger ihre erweiterten Konzepte einreichen, die Grundlage für die Zwischenbewertung Anfang 2022 sein werden. Die Weiterentwicklung der Bündnisstrategie in den folgenden Monaten ist eine Herausforderung und in der Zeitachse der auf sechs Jahre angelegten Förderung eine „Schlüsselstelle“.

Um eine höchstmögliche Qualität der eingereichten Konzepte zu erreichen und sicherzustellen, dass die vielfältigen Erfahrungen – ernüchternde und motivierende – aus allen Regionen auch allen anderen Kollegen und Kolleginnen zur Verfügung stehen, entwickelte das BMBF die Idee dieser Perspektivkonferenz. Im Mittelpunkt standen vier parallele, einstündige Workshops, die durch kurze Impulsvorträge von Bündnisvertretern eingeleitet wurden. Diskutiert wurde in den Workshops z.B. die Frage, wie man Strukturen strategisch weiterentwickeln und nachhaltige, selbsttragende Organisationsformen erreichen kann. Wie Akteure im Bündnis, aber auch externe für das Bündnis, motiviert und stärker involviert werden können. Das Programm WIR! zielt auf einen regionalen Strukturwandel durch Innovationen: Auch nicht-technische, soziale und gesellschaftliche Innovationen sind denkbar. Mit diesem umfassenden, erweiterten Verständnis von Innovationen setzten sich die Teilnehmer des dritten Workshops auseinander. Die Frage, die sich in jedem Bündnis stellt, ist das Verständnis der eigenen Region, den Wirkungsbereich, aber auch, welche Märkte man langfristig im Fokus haben muss, regional und überregional aber auch national und international. Der Perspektivwechsel, die Chance, gemeinsam bisherige Sichtweisen in Frage zu stellen, war auch Leitmotiv dieses Workshops.

In ihrer Begrüßung ermutigte Dr. Gisela Philipsenburg, die Leiterin des Referats „Nachhaltige regionale Innovationsinitiativen“ im BMBF, die Teilnehmer zu einem offenen Umgang untereinander. Sie freue sich „wenn Sie sich nach dem heutigen Tag vielleicht noch stärker mit den anderen Bündnissen austauschen“. Nach den angeregten Diskussionen in den Workshops und im Plenum und den Äußerungen vieler Teilnehmer könnte dieser Wunsch in Erfüllung gehen.