Innovationsforum "Leichtgewichtige Materialien" in Rostock

Die Kompetenzen im innovativen Leichtbau zu bündeln und gemeinsam marktfähige Produkte zu entwickeln – mit diesem Ziel kamen Ende Januar Forscher und Unternehmen aus der Region Rostock zum Innovationsforum „Leichtgewichtige Materialien für beschleunigte Strukturen“ zusammen. Das BMBF unterstützte diesen Anstoß zu einer engeren Zusammenarbeit im Rahmen der Innovationsinitiative „Unternehmen Region“.

Vom Maschinen- und Schiffbau bis zur Medizintechnik - Leichtbau-Anwendungen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Die Initiatoren des Innovationsforums - AIR Fertigung-Technologie GmbH und Universität Rostock - erwarten von dieser Technologie bedeutende Impulse für die Entwicklung der Wirtschaftsregion Rostock. Die verstärkte Zusammenarbeit zwischen den Akteuren soll insbesondere kleineren und mittleren Betrieben helfen, das vorhandene Erfolgspotenzial besser auszuschöpfen.

Kernstück des innovativen Leichtbaus in Rostock soll das geplante Zentrum für Leichtbauwerkstoffe und -strukturen (ZWS) werden. Wie Prof. Gerhard Scharr, Lehrstuhlinhaber für Konstruktionstechnik/Leichtbau an der Universität Rostock, ausführte, soll dort etwa die Kompetenz im Bereich aktive/intelligente Leichtbaustrukturen (Smart structures) weiter ausgebaut werden.

Flugzeugbau und Medizintechnik
Dr. Dirk Büchler (AIR-Fertigung-Technologie GmbH, Hohen Luckow) setzte sich in seinem Vortrag unter anderem mit der Frage auseinander, welche Funktionen Oberflächen im Leichtbau erfüllen müssen. Dabei stellte er einen in seinem Unternehmen entwickelten Propeller vor, der einerseits hohe mechanische Anforderungen aushält und andererseits der komplexen Oberflächenbeanspruchung genügt.

Eine Leichtbau-Anwendung im medizinischen Bereich stellte Dr. Ernst-Dieter Klinkenberg (DOT GmbH, Rostock) vor: eine biokompatible Beschichtung, die bei Implantaten im zahnmedizinischen und orthopädischen Bereich zum Einsatz kommt. Eine elektrochemisch hergestellte Calciumphosphatschicht auf dem Implantat ermöglicht ein schnelles Wachstum von körpereigenem Knochen, z.B. nach einer Hüftoperation.