Innovationsforum "Ressource Holz" in Magdeburg

„Holz - traditioneller Rohstoff mit Innovationspotenzial“ - unter diesem Motto diskutierten Ende Januar in Magdeburg mehr als 300 Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Forstverwaltung. Ziel der beiden Organisatoren - Forstdienstleistungs- und Landschaftspflege GmbH Sachsen-Anhalt und Fraunhofer Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung - ist es, die regionalen Kompetenzen vom Forstbetrieb über die Holzernte und Holzverarbeitung bis hin zur Forschung zu bündeln und ein tragfähiges Netzwerk zu schaffen. Das BMBF förderte das Innovationsforum „Ressource Holz“ im Rahmen seiner Innovationsinitiative „Unternehmen Region“.

Sachsen-Anhalts Ministerin für Umwelt und Landesentwicklung, Petra Wernicke, verwies zum Auftakt auf die Bedeutung des Rohstoffes Holz: „Etwa 1,8 Millionen Kubikmeter Holz wachsen jährlich in Sachsen-Anhalt, damit wächst mehr nach als geschlagen wird“, so Wernicke. Landesweit stünden etwa 110 Millionen Kubikmeter Holz in staatlichen und privaten Wäldern. Dieses Potenzial soll mit Hilfe des Netzwerkes „Ressource Holz“ effektiver genutzt werden. Als Vertreter des BMBF betonte Hans-Peter Hiepe den Ansatz der Initiative „Unternehmen Region“, mit der das Ministerium systematisch in regionale Bündnisse aus Unternehmen, Forschungseinrichtungen und der öffentlichen Verwaltung investiere. Ziel sei es, vorhandene Stärken systematisch auszubauen und so die Basis zu schaffen für Innovationen und wettbewerbsfähige Regionen.

In seinem Impuls-Referat skizzierte Prof. Dr. Andreas Schulte (Universität Münster) den Status quo der Holzwirtschaft in Deutschland. Er betonte, dass die Holzwirtschaft deutschlandweit eine Wachstumsbranche sei, deren Beitrag zur Wertschöpfung vor dem anderer Zukunftstechnologien wie etwa der Nanotechnologie oder der Informations- und Kommunikationsbranche nicht zurückstehe.

Logistik, Technologie und Qualifizierung
Die Tagung konzentrierte sich auf drei Schwerpunkte: Logistik, Technologie und Qualifizierung. Bei der Logistik kommt es darauf an, die Transportkette des Holzes vom Wald zum Werk zu optimieren und so die Holzwirtschaft in Sachsen-Anhalt international konkurrenzfähig zu machen. Im technologischen Bereich werden beispielsweise neue Ansätze in der Holzbereitstellung benötigt. Außerdem geht es um neue Methoden, Holz als Werk-, Bau- und Energiestoff zu nutzen und zu verarbeiten. Im Bereich der Qualifizierung gilt es, geeignete Aus- und Weiterbildungsprogramme zu entwickeln, um die Beschäftigten in der Holzwirtschaft für neue Verfahren und Technologien fit zu machen.