Alle Jahre wieder: innoLOGIST 2014 in Leipzig

Auch zum siebenten Treffen der IT-Logistikbranche sind zahlreiche Unternehmer und Informatiker aus ganz Deutschland an die Universität Leipzig gekommen. Wieder einmal hatten die Teams des InnoProfile-Transfer-Verbundprojekts „LogiLeit“ und der InnoProfile-Transfer-Stiftungsprofessur „Logistik Service Engineering und Management“ (LSEM) die Möglichkeit, ihre Ergebnisse vorzustellen und mit den Firmenvertretern über Einsatzmöglichkeiten zu diskutieren.  

Die beiden Forschungsgruppen wollen dazu beitragen, den Anforderungen der sich ständig entwickelnden Logistik-Branche mit der passenden IT gerecht zu werden. Besonders wichtig ist dabei eine schnelle Kommunikation zwischen den unterschiedlichen Logistikdienstleistern.

Die Kommunikationssoftware von „LSEM“ informiert alle beteiligten Dienstleister und den Koordinator des Logistikprozesses jederzeit über den Verlauf des Transportprozesses.
 
Die Kommunikationssoftware von „LSEM“ informiert alle beteiligten Dienstleister und den Koordinator des Logistikprozesses jederzeit über den Verlauf des Transportprozesses.  
Von der Projektgruppe von „LSEM“ wurde dafür eine Kommunikationslösung vorgestellt, die über Systemgrenzen hinweg funktioniert. Das Team hat eine Software entwickelt, die den gesamten Businessprozess abbildet.

Dazu gehören das Modellieren von Kommunikationsabläufen, das Zuweisen von Datenformaten, bis hin zur automatischen Generierung von Kommunikation, also der Übertragung von Nachrichten. Schließlich ist es wichtig, die genauen Abhol- und Lieferzeiten der Waren zu kennen. Die Daten werden in ein spezielles Webformat umgewandelt, damit sich alle Beteiligten des Logistikprozesses jederzeit über den Verbleib der Ware informieren können.
 

Qualitätskontrolle in Echtzeit

Doch wo sich die Ware tatsächlich befindet, ist oft nicht hundertprozentig auszumachen. Es gibt immer einen zeitlichen Versatz zwischen Ereignis und Information. Und genau diesen Versatz, die so genannte Digital Gap will die Projektgruppe von „LogiLeit“ überwinden. Das soll vor allem den Mehrwertlogistikern zugute kommen, die logistische Prozesse koordinieren.

Das Beobachtungsprogramm der LogiLeit-Informatiker zeigt live den Aufenthaltsort und die Umgebungsbedingungen der Ware, unter anderem die Temperatur (unten rechts). Das Dashboard gibt es online oder als App (links).
 
Das Beobachtungsprogramm der LogiLeit-Informatiker zeigt live den Aufenthaltsort und die Umgebungsbedingungen der Ware, unter anderem die Temperatur
unten rechts. Das Dashboard gibt es online oder als App (links).  
Angestrebt ist eine echtzeitnahe Steuerung und Überwachung. Neben der technischen Umsetzung und der Verarbeitung komplexer Daten entwickeln die Informatiker ein Dashboard zur Visualisierung und Überwachung der Transportprozesse. Dabei können auch die beteiligten Dienstleister bewertet werden. Kriterien sind Transportqualität und Lieferzuverlässigkeit. Über das Dashboard kann live beobachtet werden, ob zum Beispiel eine bestimmte Temperatur eingehalten wird, die über Sensoren gemessen wird. Auch ob das Transportgut zu sehr geschüttelt wird oder umfällt, wird sofort in dem Überwachungsfenster visualisiert. Für diese Anwendung hat das „LogiLeit“-Team sogar eine App entwickelt.

Auf der innoLOGIST hatten die Entwickler direkt die Gelegenheit mit Firmenvertretern zu diskutieren, ob und wie ihre Ideen künftig eingesetzt werden können.


Nähere Informationen zum InnoProfile-Transfer-Verbundprojekt LogiLeit finden Sie hier. Hier stellen wir Ihnen Informationen zur InnoProfile-Transfer-Stiftungsprofessur LSEM zur Verfügung.