Etabliertes Branchentreffen: innoLOGIST 2013 in Leipzig

Bereits zum sechsten Mal haben Junior-Professor Dr. André Ludwig und Prof. Dr. Bogdan Franczyk die Logistik-IT-Konferenz an der Universität Leipzig organisiert. Die Leiter der InnoProfile-Transfer-Vorhaben „Logistik Service Engineering und Management“ (LSEM) und „LogiLeit“ begrüßten auch diesmal wieder Fachleute aus ganz Deutschland. Gemeinsam diskutierten sie über neue Softwaresysteme für effizientere Logistikprozesse.

Unter anderem stellten Wissenschaftler der Leipziger InnoProfile-Transfer-Initiative „LogiLeit“ ihre Arbeit vor.

Junior-Professor Dr. André Ludwig mit Teilnehmern der innoLOGIST 2013 bei der Besichtigung des Logistics Living Lab.
Junior-Professor Dr. André Ludwig mit Teilnehmern der innoLOGIST 2013 bei der Besichtigung des Logistics Living Lab.
Ihr Ziel ist es, Dienstleister bei der Überwachung und Echtzeit-Steuerung von Logistiksystemen mit neuen Konzepten zu unterstützen. Wenn so genannte Mehrwertlogistik-Dienstleister die Lieferung einer Ware organisieren, sind viele Unternehmen beteiligt, die für die Bereitstellung, den Transport und die Auslieferung der Ware verantwortlich sind.

Alle Prozesse der Logistikkette müssen deshalb gut nachvollziehbar sein. Die Waren können beispielsweise mit Sensoren versehen und so ihre Position jederzeit nachvollzogen werden. Dazu werden die Positionsdaten an ein zentrales Logistiksystem übertragen. Die Bewegung der Waren und die Zuverlässigkeit der Dienstleister sind auf diese Weise für den Mehrwertlogistiker leicht überprüfbar.

Fehlerquellen ausschließen

Wie wichtig das ist, bestätigt der Geschäftsführer des Leipziger Unternehmens fox COURIER, Klaus Bugiel. Seine Firma gehört zu den Partnern der InnoProfile-Transfer-Projekte. Er weiß, dass es bei Logistikprozessen diverse Fehlerquellen geben kann, wie beispielsweise eine falsche Verladung oder fehlerhafte Dispositionsmeldung. Bugiel möchte das gerne ausschließen und die Sendungen direkt verfolgen können.

So sieht die Oberfläche einer Anwendung aus, die von den Leipziger Informatikern zur Überwachung logistischer Prozesse entwickelt wurde.
So sieht die Oberfläche einer Anwendung aus, die von den Leipziger Informatikern zur Überwachung logistischer Prozesse entwickelt wurde.
Mit dem neuen System, das die Informatiker bei LogiLeit gemeinsam mit dem Unternehmen entwickeln, soll das ermöglicht werden. Besonders bei heiklen Sendungen, die ganz pünktlich an einem bestimmten Ort sein müssen, ist das wichtig. Dazu gehören Sendungen im medizinischen Bereich oder der Transport von Lebewesen.

Eine erste Anwendung haben die Leipziger Wissenschaftler bereits für fox COURIER entwickelt: fox Droid. Mit der Applikation für Smartphones kann die Ware vom Lager über den Transport bis zum Empfang in Echtzeit verfolgt werden. Das bringt mehr Transparenz in den Transportprozess und exaktere Lieferzeiten.

Von der Idee zur Anwendung

Um neue Logistiktechnologien einsetzen zu können, ist die so genannte Middleware von Bedeutung. Sie stellt das Bindeglied zwischen IT und Hardware dar. Durch Middleware kann neue Technik in die Software integriert werden. Sie ist aber auch in der Lage, Daten zu verdichten, zu filtern, zu verwalten und zuzuordnen. Bei LogiLeit soll Middleware, die vom Dresdner Firmenpartner Dresden Informatik GmbH entwickelt wird, das Logistikmanagement an Fremdsysteme anbinden können.

Um den Erfahrungsaustausch der innoLOGIST 2013 fortsetzen zu können, werden sich Wissenschaftler und Unternehmensvertreter im Logistics Living Lab treffen, das im Sommer eröffnet wurde. Auf diese Weise gelangen gute Ideen schnell in die Anwendung.


Weitere Informationen zur InnoProfile-Transfer-Stiftungsprofessur „Logistik Service Engineering und Management“ (LSEM) finden Sie hier. Hier stellen wir Ihnen Informationen zum InnoProfile-Transfer-Verbundprojekt LogiLeit zur Verfügung.