Förderung der Zwanzig20 Projektkonsortien

Für die Förderung im Rahmen des Programms „Zwanzig20 – Partnerschaft für Innovation“ hat das BMBF klare Eckpunkte definiert, die in der Förderrichtlinie festgeschrieben sind.

Förderrichtlinie

Alle Detailinformationen über eine Förderung der Projektkonsortien bei „Zwanzig20 – Partnerschaft für Innovation“ sind enthalten in den am 22. August 2012 veröffentlichten Förderrichtlinien.

Fördermittel

Gefördert werden Einzel- und Verbundvorhaben, die unmittelbar und maßgeblich zur Lösung der von den Projektkonsortien adressierten Problemstellungen sowie zur Entwicklung bzw. Weiterentwicklung ihrer Lösungsstrategien einschließlich deren organisatorischen Realisierung beitragen.

Förderfähige Vorhaben

Aktivitäten (Vorhaben) sind in den folgenden Bereichen förderfähig:

  • Forschung und Entwicklung (FuE),
  • Entwicklung einer Strategie für die Lösung der vom Konsortium adressierten Herausforderung und für die Gewinnung hierfür geeigneter weiterer Partner,
  • Durchführbarkeitsstudien im Vorfeld der industriellen Forschung und der experimentellen Entwicklung,
  • Entwicklung eines für das Konsortium besonders geeigneten Organisations- und Managementmodells sowie Prozesse des Innovationsmanagements und Maßnahmen zur Umsetzung,
  • Investitionen in Geräte und Ausrüstungen im nichtwirtschaftlichen Bereich von Bildungs- und Forschungseinrichtungen,
  • Maßnahmen zur Integration von Nachwuchsförderung und Qualifizierungsaktivitäten der Vorhabensbeteiligten in die Strategie des Konsortiums,
  • Nationales und internationales Kompetenzmarketing des Konsortiums insgesamt,
  • Gewinnung von Fach- und Führungskräften,
  • Gründung kleiner innovativer Unternehmen,
  • Entwicklung und Erstumsetzung von Patentierungsstrategien, Innovationsberatung und weitere innovationsunterstützende Dienstleistungen für die mitwirkenden KMU.

Vor der Auswahl und Beantragung der Fördervorhaben ist es erforderlich, durch alle Beteiligten des Projektkonsortiums diejenigen Vorhaben zu identifizieren, die für die Strategieumsetzung notwendig sind und gegebenenfalls auch weitere Partner in das Konsortium einzubinden.

Die Beantragung von Fördervorhaben (beim zuständigen Projektträger) bedarf der vorherigen positiven Begutachtung durch den Projektbeirat. Der Beirat begleitet das Konsortium während des gesamten Förderzeitraums. Er wird berufen und ist paritätisch besetzt aus Experten des Projektkonsortiums und vom BMBF berufenen Experten.

Kooperationsvereinbarung bei Verbundprojekten

Die Partner eines „Verbundprojekts“ haben ihre Zusammenarbeit in einer Kooperationsvereinbarung zu regeln. Vor der Förderentscheidung muss eine grundsätzliche Übereinkunft über bestimmte vom BMBF vorgegebene Kriterien nachgewiesen werden. Einzelheiten können einem BMBF-Merkblatt – Vordruck 0110 – entnommen werden.

Fördergegenstand

Mit der Förderung soll die Lösung volkswirtschaftlich und gesellschaftlich bedeutsamer Problemstellungen und Herausforderungen durch ostdeutschlandweite überregionale und Ländergrenzen überschreitende Kooperationen unterstützt werden.

Grundlagen der Zusammenarbeit in umfassenden Projekten sind Chancen und Innovationspotenziale, die sich aus der Existenz von leistungsfähigen Kompetenzclustern, -regionen und -standorten, modernsten wissenschaftlichen Einrichtungen und technologiebasierten Unternehmen ergeben. Die hierdurch mögliche und für die Zielerreichung notwendige inter-, trans- und multidisziplinäre Kooperation bedarf der Herausbildung neuer verbindlicher und strategisch ausgerichteter Organisations- und Managementstrukturen. Hierfür bilden sich entsprechende Konsortien aus unterschiedlichen Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft, die die adressierten Herausforderungen und ihre Lösungsstrategie formulieren. Dabei sind nicht nur Fragen zur Entwicklung der Technologien und Märkte, zur Wissensgenerierung und wirtschaftlichen Verwertung, sondern beispielsweise auch Aspekte der demografischen Entwicklung allgemein und der Sicherung des Fachkräftenachwuchses im Besonderen zu berücksichtigen.

Besondere Aufmerksamkeit ist dem anspruchsvollen prozessualen Charakter aller inhaltlichen und organisatorischen Elemente der Projektentwicklung und -umsetzung zu widmen.

Grundlage der Förderung ist zunächst ein sogenanntes Initialkonzept, mit dem sich die bewerbenden Initialkonsortien mit ihrer Mission, den zugrunde liegenden Problem- und Fragestellungen, den damit verbundenen Chancen, ihren Zielen und Perspektiven, ihrem bereits bestehenden Leistungsvermögen sowie ihrer grundlegenden Konzeption zur Gestaltung des Prozesses der Strategiebildung, Partnerfindung und Organisationsentwicklung darstellen. Dabei handelt es sich um eine erste Konzeption, die neben den Zielen und Inhalten des gesamten Projekts (Projektbeschreibung) vor allem die Planung und Durchführung des Gesamtprozesses, einschließlich der erweiterten Strategiephase, umfasst.

Gefördert werden auf der Grundlage derartiger, durch eine Jury ausgewählte, Initialkonzepte Einzel- und Verbundvorhaben, die unmittelbar und maßgeblich zur Lösung der von den betreffenden Projektkonsortien adressierten Problemstellungen sowie zur Entwicklung bzw. Weiterentwicklung ihrer Lösungsstrategien einschließlich deren organisatorischer Realisierung beitragen.

Fördermittelempfänger

Antragsberechtigt sind bei „Zwanzig20 – Partnerschaft für Innovation“ Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Hochschulen und außeruniversitäre Forschungs- und Bildungseinrichtungen sowie gemeinnützige Organisationen, die einem Projektkonsortium zur Umsetzung einer gemeinsamen Strategie angehören, die auf einem Initialkonzept basiert, das vorab für eine Förderung ausgewählt worden ist.

Forschungseinrichtungen, die gemeinsam von Bund und Ländern grundfinanziert werden, kann nur unter bestimmten Voraussetzungen ergänzend zu ihrer Grundfinanzierung eine Projektförderung für ihren zusätzlichen Aufwand bewilligt werden.