VAPiAR – Verbesserung von Arbeitsbedingungen in der ambulanten Pflege durch innovative Arbeitskonzepte in der Region

Das REGION.innovativ-Bündnis

Ziel des Projektes VAPiAR ist es, durch den Einsatz anwendungsspezifischer Technologien die Arbeitsprozesse für die Pflegenden zu erleichtern und zugleich die Selbstständigkeit, Selbstbestimmung und Lebensqualität von Pflegebedürftigen zu erhalten. Im Ergebnis entstehen u. a. demografie-sensible Analysetools, Konzepte für eine partizipative Einführung technischer Hilfsmittel und betriebliche Qualifizierungskonzepte. Das im Projekt zu konzipierende Living Lab soll die Ergebnisse nicht nur erlebbar machen, sondern auch als Vernetzungsplattform unterschiedlicher Akteure des regionalen Pflegewesens dienen. Nach Projektende könnte das Living Lab zu einem Zentrum für Kompetenzen im Kreis Plön weiterentwickelt werden. Damit leistet VAPiAR einen wichtigen Beitrag, um die Arbeits- und Lebensqualität aller Beteiligten zu verbessern.

Die Region

Die Stärkung der Pflege ist eine der größten Herausforderungen der Zukunft. Die Anforderungen im Pflegealltag steigen, die Zahl der Pflegebedürftigen wächst und auch die Corona-Pandemie verdeutlicht die Notwendigkeit, die Pflegearbeit zu unterstützen. Die demografische Entwicklung führt im Kreis Plön in Schleswig-Holstein dazu, dass das Verhältnis älterer, nicht mehr erwerbstätiger Menschen, zu jüngeren in den nächsten Jahren deutlich stärker steigen wird als im Landesdurchschnitt. Damit wird auch die Zahl Pflegebedürftiger zunehmen und es sind Lösungen dringend notwendig, die nachhaltige Verbesserungen in der Pflegepraxis bringen.

Die Projekte

In einem ersten Schritt werden auf Basis qualitativer Erhebungen konkrete Handlungsbedarfe zur Entlastung der Pflegekräfte analysiert. Neben den Pflegediensten werden weitere relevante Akteure wie z. B. Ärzte, Apotheken und Krankenhäuser, integriert. So können Lücken frühzeitig identifiziert und bei der Auswahl und Anpassung der technischen Hilfsmittel berücksichtigt werden. Im zu konzipierenden Living Lab werden verschiedene Smart Home-Lösungen, wie beispielsweise Sturzsensoren, getestet und deren sinnvolle Einbindung in die ambulante Pflege beleuchtet. Basierend auf den Ergebnissen werden gemeinsam mit den Praxispartnern neue Arbeitsprozesse gestaltet und prototypisch bei den beteiligten Pflegediensten eingeführt. Das Living Lab soll anschließend als Lernzentrum dienen und eine Plattform für die Qualifizierung der Pflegenden sein. Parallel zum Projektverlauf erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit ethischen, rechtlichen und sozialen Fragen, die für die Integration von Pflegetechnologien in den Berufsalltag der ambulanten Pflege relevant sind.

Projektpartner und -aufgaben

  • ILAG - Institut Leistung Arbeit Gesundheit GbR, Plön
    Arbeits- und sozialwissenschaftliche Analyse und Gestaltung von Instrumenten und Prozessen zur Entlastung in der ambulanten Pflege
  • OFFIS e.V., Oldenburg
    Entwicklung und Umsetzung informationstechnischer Assistenzlösungen und ethischer Aspekte im Rahmen eines Living Lab für die ambulante Pflege
  • LAROMED GmbH, Schleswig
    Entwicklung und Pilotierung von System- und Servicelösungen für ein Pflegebett in der ambulanten Pflege
  • AWO-Pflegedienste Probstei, Schönkirchen
    Anwendung niedrigschwelliger Technikoptionen in der Pflegepraxis
  • Diakonisches Werk Kirchenkreis Plön, Preetz
    Vernetzung der regionalen Partner in der ambulanten Pflege mit Hilfe der Digitalisierung
  • Johanniter-Unfall-Hilfe Kreis Plön, Kiel
    Verbesserung der Kommunikation mit den Pflegebedürftigen mit Unterstützung technischer Hilfsmittel

Kontakt

ILAG - Institut Leistung Arbeit Gesundheit GbR
Herr Dr. Michael Bau
Hipperstraße 5
24306 Plön
Tel.: 04522 789-7710
E-Mail: m.bau[at]ilag.net

Projektlaufzeit: 01.05.2021 bis 29.02.2024