MIXED REALITY FOR BUSINESS – MR4B Mixed-Reality-Anwendungen und Künstliche Intelligenz für den Mittelstand in der WIR!-Region Berlin und Berliner Umland

Das WIR!-Bündnis

Logo MR4B

Innovationsökosysteme aus KMU, Sozialpartnern, Wissenschaft und Anwender*innen sind der Schlüssel zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit einer Region. Sie tragen dazu bei, dass neue Ideen entstehen und zu markt-fähigen Produkten oder Leistungen reifen. Mit dem Projektvorhaben MR4B wollen die Bündnispartner einen signifikanten Beitrag zur digitalen Transformation der Arbeit durch Mixed-Reality-Anwendungen (MR) in Kombination mit Künstlicher Intelligenz (KI) leisten und den Strukturwandel in der WIR!-Region „Berlin und Berliner Umland“ aktiv gestalten. Mixed-Reality-Anwendungen haben das Potenzial, die zukünftige Arbeitswelt auf eine nachhaltige Weise zu verändern. So können beispielsweise viele Dienstleistungen, die heute noch die Anwesenheit vor Ort verlangen, zukünftig weltweit remote und durch Datenbrillen unterstützt angeboten werden.

Die Ziele

Ziel des WIR!-Bündnisses MR4B ist es, MR-basierte Software-Lösungen und -Geräte-Kombinationen in Verbindung mit KI-Technologien zu entwickeln, die in der vertikalen Wertschöpfungskette von Unternehmensökosystemen zum Einsatz kommen können. Dabei wird von Beginn an die potenzielle Übertragbarkeit in weitere Branchen und Use Cases für Berlin und das Berliner Umland berücksichtigt. Das WIR!-Bündnis soll einen Beitrag dazu leisten, dass Mixed-Reality zukünftig ein integraler Bestandteil des modernen Arbeitsplatzes wird, wie heute der PC oder das Smartphone. IMK-Unternehmen der Region hätten in diesem Fall sowohl mit ihren Lösungen einen technologischen Wettbewerbsvorsprung als auch einen enormen Zielmarkt. Gleichzeitig versprechen sich die Bündnispartner eine Stärkung der Industrie- und industrienahen Unternehmen in Berlin und des Berliner Umlands, die sich einem erheblichen Transformationsdruck ausgesetzt sehen. Die verbliebenen Unternehmenskonglomerate wie BASF und PCK, aber auch die neu entstehenden Wirtschaftsstrukturen wie Tesla, sollen mit den vorwiegend kleinen und mittleren Dienstleistern und Zulieferern in der WIR!-Region vernetzt werden. Hierfür dienen MR-Technologien und Künstliche Intelligenz als Sprungtechnologie, um die Unternehmen im internationalen Wettbewerb zukunftsfähig zu machen.

Die Region

Berlin und das Berliner Umland blicken auf eine wechselvolle Wirtschaftsgeschichte zurück. Einst eine Hochburg großer Industrieunternehmen, zeichnen sich heute insbesondere Berlin und Potsdam durch innovative Softwareunternehmen und IT-Startups aus. Die verbliebenen Unternehmen aus der Industrie (Chemie, Stahl, Pharma, Maschinenbau und Automatisierungstechnik) stehen demgegenüber unter einem erheblichen Wandlungsdruck, der nicht zuletzt von der digitalen Transformation, aber auch der Energie- und Rohstoffwende, ausgelöst wird. Nach der Wende 1990 hat eine Deindustrialisierung von Ostberlin und Umland stattgefunden, von der sich die Region nie erholt hat. Hinzu kommen zahlreiche kleinere und mittelständische Unternehmen (KMU), die direkt oder indirekt von diesen Industrien abhängen (Ingenieursdienstleister, Ersatzteillieferanten, Wartungsdienstleister etc.). Die Agglomeration Berlin profitiert dabei noch nicht vom Boom der Start-ups und dem Potenzial einzelner Innovationskerne wie IT, Künstliche Intelligenz und Erneuerbare Energien. Fehlende Industrieunternehmen und Arbeitsplätze im Berliner Umland führen dazu, dass täglich über 300.000 Menschen in die Hauptstadt pendeln. Für die Region, die von einer hohen räumlichen Disparität gekennzeichnet ist, können neue Technologien für die Zusammenarbeit und die Bereitstellung neuer Dienstleistungen wegweisend sein. Das Berliner Umland weist genau diese Eigenschaften auf. So leben allein in Berlin und Potsdam 80 % der Bevölkerung, während der ländliche Raum eher dünn besiedelt ist. Ähnliche Verhältnisse herrschen im Hinblick auf die Unternehmensdichte. Außerhalb Berlins nimmt sie rapide ab. Lediglich in Brandenburg a. H., Frankfurt (Oder), Cottbus, Eisenhüttenstadt, Neuruppin und Schwedt ist die Dichte der genannten Industrien vergleichsweise höher. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie der Arbeitsplatz der Zukunft aussieht und wie Industrieunternehmen in und auch außerhalb der Ballungszentren erfolgreich agieren können.

Die Partner

Das Bündnis MR4B vernetzt – neben den Initiatoren X-Visual Technologies GmbH und Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW) – bereits jetzt die Partnerkompetenzen von 35 Industrieunternehmen, Technologieunternehmen, Sozialpartnern, Vereinen, Hochschulen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen. Das Netzwerk soll in enger Abstimmung der beteiligten Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen professionelle und produktive Nutzungsszenarien identifizieren und die entsprechenden Softwarelösungen umsetzen. Gemeinsam mit den Akteur*innen sollen innovative Ideen in Projekte fließen, die den Strukturwandel und die digitale Transformation in der Region Berlin und Berliner Umland vorantreiben und stärken.

Kontakt

HTW Berlin – Forschungsgruppe Creative Media
Martin Steinicke
Campus Wilhelminenhof
Wilhelminenhofstr. 75A
12459 Berlin
Tel: +49 (30) 5019 3757
E-Mail: martin.steinicke[at]htw-berlin.de

X-Visual Technologies GmbH
Jenny Orantek
James-Franck-Straße 15
12489 Berlin - Adlershof
Tel: +49 (30) 4036 882 22
E-Mail: jenny.orantek[at]mr4b.de