RB-KRF – Regionales Bündnis für Kreislauf- und Ressourcenwirtschaft von Faserverbundwerkstoffen – Dresden

Das WIR!-Bündnis

Die Region »Elbtal Sachsen« soll als Zentrum des regionalen Bündnisses für Kreislauf- und Ressourcenwirtschaft von Faserverbundwerkstoffen eine Modellregion bilden und Abnehmer für kohlenstoff- und glasfaserverstärkte Werkstoffabfälle für Sachsen und gegebenenfalls angrenzender Gebiete sein.

Die Ziele

Mit der Substitution von Metallen durch Faserverbundwerkstoffe fallen faserhaltige Abfälle an, die – anders als konventionelle Metalle – bisher noch kein etablierter Teil der Recyclingkette sind. Die Aktualität der daraus entstehenden Wiederverwendungs- und Entsorgungsproblematik für kohlenstoff- und glasfaserverstärkten Kunststoff sowie die hohe Praxisrelevanz werden auf unterschiedlicher Ebene und ausdrücklich von Seiten der Politik und der Wirtschaft betont.

Obwohl ein sehr hohes Potenzial zur Verwertung von Faserverbundwerkstoffen besteht, fehlen derzeit produktspezifische Entsorgungswege, besonders vor dem Hintergrund des zunehmenden Einsatzes von Faserverbundwerkstoffen. Für eine wirtschaftliche Umsetzung der notwendigen Prozesse des Recyclings müssen die Abfallströme gebündelt werden. Dazu muss das Sammeln von Abfällen sortenrein erfolgen und die Abfälle über Prozesse der Logistik einer regional zuständigen Abfallverwertungsstation zugeführt werden. Zudem müssen für eine hochwertige Aufbereitung kohlenstofffaser- und glasfaserverstärkte Kunststofffraktionen aus dem Abfallstrom im maximalen Umfang entfernt werden, um sie zu hochwertigen neuen Fasern verarbeiten zu können. Eine Bündelung der einzelnen, größtenteils bestehenden Prozesse zu regionalen Zentren für die Aufbereitung und Verwertung schafft für die konkrete Anlage die notwendige Versorgungssicherheit mit Abfällen. Außerdem kann der Gesundheitsschutz, der im Zusammenhang mit den zerkleinerten Fasern im Abfall notwendig wird, effektiv überwacht und umgesetzt werden.

Demnach schafft das Bündnis Voraussetzungen für die Ansiedlung von wirtschaftlichen Institutionen der Kreislauf- und Ressourcenwirtschaft mit vielfältigen Angeboten an Arbeitsplätzen unterschiedlicher Qualifikationsstufen. Zugleich werden weitere Impulse für die regionale Wirtschaftsentwicklung ausgelöst. Dies betrifft das produzierende Gewerbe, aber auch den sich erweiternden und neu entstehenden Bereich von Dienstleistungen.

Die Region

Die Region »Elbtal Sachsen« hat sich nach dem Niedergang der traditionellen Textilindustrie als Vorreiter auf dem Gebiet des Leichtbaus mit Faserverbundwerkstoffen etabliert. Angesichts der neuen Verwertungswege stellen sich die Antragssteller den Herausforderungen des hochwertigen Recyclings von Faserverbundwerkstoffen und der Schließung derzeit noch offener Stoffkreisläufe. Die Region erstreckt sich vom angrenzenden Raum der Großstadt Dresden über den Randbereich und den ländlichen Raum der (groß-) städtischen Räume Bautzen, Chemnitz und Riesa. Sie grenzt östlich unmittelbar an Polen, südlich unmittelbar an Tschechien, im Norden an das Bundesland Brandenburg, im Westen an die Bundesländer Sachsen-Anhalt und Thüringen. Erfolgreich praktizierte grenzüberschreitende Verbindungen verdeutlichen die besonderen Chancen grenzübergreifender Konstellationen.

Die Partner

Das Projekt ist ausdrücklich als Bündnis von Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung, Politik und Gesellschaft vor Ort angelegt. Es erfolgt ein intensiver Austausch von erlangtem Wissen und errungenen Technologien zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, zwischen verschiedenen Fachbereichen (Abfall- und Kreislaufwirtschaft, Betriebswirtschaft, Werkstofftechnik und Verfahrenstechnik) aber vor allem zwischen unterschiedlichen Branchen (Automobilindustrie, Bauwesen, Luft- und Raumfahrtindustrie, Sport-, Freizeit- und Haushaltsbereich und Windkraftanlagen). Zu den Partnern zählen zurzeit:

Kontakt

C³ – Carbon Concrete Composite e. V.
Dr.-Ing. Stefan Minar
Ammonstraße 72
01067 Dresden
Tel.: +49 351 48 45 67 19
E-Mail: stefan.minar[at]tu-dresden.de