Regional First – Neue Technologien für regionale Wertschöpfungsketten in der Lebensmittelproduktion – Bad Langensalza

Das WIR!-Bündnis

Das Bündnis „Regional First“ setzt seinen Schwerpunkt in einer Region mit hohen Zukunftsrisiken. Innovative Konzepte sind hier zwingend, um die vorhandenen Potenziale zu nutzen und die Wirtschaftskraft der Region nachhaltig zu befördern. Die Stärkung vorhandener und die Entwicklung neuer Wertschöpfungsketten in der Lebensmittelproduktion bieten hier zukunftsweisende Chancen. Für deren Erschließung setzt sich „Regional First“ durch eine gezielte Vernetzung der Akteure vor Ort ein.  

Die Ziele

Die Entwicklung neuer Wertschöpfungsketten für die Lebensmittelversorgung bildet den Fokus von „Regional First“. Ein besonderer Anspruch des Bündnisansatzes besteht darin, neue Technologien und Systemlösungen zu entwickeln und zu implementieren, die es auch kleineren Betrieben ermöglichen, wirtschaftlich effizient zu arbeiten und über die Kombination mit anderen Anbietern eine nachhaltige Versorgung der Bevölkerung mit Produkten aus der Region zu gewährleisten. Hierdurch wird ein Beitrag geleistet, um die Probleme des Strukturwandels mit einer Perspektive zu lösen, die die Attraktivität der Region stärkt und sie auch generationenübergreifend lebenswert erhält. Technologische Leitlinien, in dem „Regional First“ aktiv werden wird, sind insbesondere mobile, autark funktionsfähige Containerlösungen, u.a. für die Milchproduktion und Schlachtung, Monitoringsysteme zur Prozessüberwachung und Qualitätskontrolle sowie intelligente Onlineplattformen zur Abbildung komplexer Wertschöpfungsketten und zur Unterstützung der Vermarktung regional erzeugter Lebensmittel. Hierzu werden mit „Regional First“ Demonstrationsprojekte für die Vernetzung regionaler Akteure geschaffen, die gleichzeitig über ein hohes Multiplikationspotenzial für die Übertragung auf vergleichbare Regionen verfügen.

Die Region

Für die Region Nordthüringen war über viele Jahrzehnte hinweg der Bergbau das prägende Element für die wirtschaftliche Entwicklung. Die Schließung zahlreicher Bergbaubetriebe im Zuge der deutschen Wiedervereinigung führte zu enormen strukturellen Problemen, sinkender Wirtschaftskraft und hoher Arbeitslosigkeit. Die Nutzung und Stärkung der vorhandenen Potenziale und deren Vernetzung wird hier zu einer Aufgabe von zentralem Interesse, der sich „Regional First“ stellt. Ein wichtiger Wirtschaftszweig für die Region ist die Landwirtschaft. Die Kreise der Bündnisregion vereinigen einen Anteil von 40% der insgesamt in Thüringen verfügbaren Ackerlandfläche auf sich. Auch die Nutztierproduktion und der Obstbau nehmen hier einen breiten Raum ein. Es fehlen jedoch Insbesondere für die Sektoren Fleisch und Biolebensmittel adäquate Verarbeitungsmöglichkeiten, was derzeit die Erhöhung der regionalen Wertschöpfung begrenzt. Ähnliches gilt in Bezug auf die Gemüseverarbeitung und die Verarbeitung von Milch. „Regional First“ wird hier einen Diskurs zwischen allen Partnern entwickeln, der zur Findung neuer Ideen führen wird, die dann gemeinsam umgesetzt werden sollen.

Die Partner

Das Bündnis umfasst derzeit mehr als 20 Partner aus Forschung, Primärproduktion, Verarbeitung, Anlagen- und Komponentenbau, Vertrieb und Logistik, Dienstleistung sowie Verwaltung und Zivilgesellschaft. Die zentrale Herausforderung besteht darin, ein funktionierendes und effizientes Innovationsökosystem in der Region aufzubauen, in dessen Fokus die Entwicklung und Einführung neuer regionaler Wertschöpfungsketten für die Lebensmittelproduktion steht. „Regional First“ entwickelt und fördert hierzu die Zusammenarbeit zwischen Partnern mit unterschiedlichen Kompetenzen, Erfahrungen und Zielstellungen mit dem Ziel, gemeinsam neue Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Zu den Partnern gehören:

  • Agrar GmbH Gamstädt
  • DOKATEC Elektronik GmbH
  • Fleischerei Hucke Schinken und Wurst GmbH & Co KG
  • Frankenförder Forschungsgesellschaft mbH
  • fzmb GmbH, Forschungszentrum für Medizintechnik und Biotechnologie
  • Hainich Baude am Craulaer Kreuz
  • Hochschule Nordhausen
  • KulTourStadt Gotha GmbH
  • Landratsamt Unstrut-Hainich-Kreis
  • PromoTool Technologie- und Innovationsagentur

Kontakt

fzmb GmbH Forschungszentrum für Medizintechnik und Biotechnologie
Dr. Dirk Barnewitz
Geranienweg 7
99947 Bad Langensalza
Tel.: +49 3603 833154
E-Mail: dbarnewitz[at]fzmb.de