ForMaT – Forschung für den Markt im Team - Das Programm

Mit dem Förderprogramm machte das BMBF Ergebnisse aus der öffentlichen Forschung besser und schneller für die Wirtschaft nutzbar.

Im Rahmen von Unternehmen Region, der Innovationsinitiative für die Neuen Länder, verband das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit seinem Förderprogramm ForMaT (Forschung für den Markt im Team) von 2007 bis 2013 gezielt zwei neue Ansätze für den Wissens- und Technologietransfer.

Zum einen sollten Forscherinnen und Forscher motiviert werden, schon in einer frühen Phase zu analysieren, inwieweit ihre Untersuchungen sich für eine Verwertung am Markt eigneten. Zum anderen förderte das Programm die interdisziplinäre Zusammenarbeit: Lehrstühle aus der technisch-naturwissenschaftlichen Forschung, aber auch sozial- und geisteswissenschaftliche Fachbereiche bildeten mit wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten ein Team. Dieses Team sollte dann Verwertungskonzepte entwickeln und diese gemeinsam umsetzen.

Ziel des Programms war es, dass die öffentliche Forschung bei ihren Projekten schon frühzeitig einen Wissens- und Technologietransfer in die Wirtschaft anstrebt. Das BMBF gab damit einen Anstoß, die Trennung zwischen marktgetriebener industrieller Forschung und erkenntnisgetriebener öffentlicher Forschung zu überwinden.


Die ForMaT-Förderung war in zwei Phasen gegliedert:

Phase 1 – Screeningphase
In der Screening-Phase entwickelte das Konzeptteam sechs Monate lang für ein bestimmtes Fachgebiet oder Technologiefeld ein Innovations-Portfolio mit verwertungsrelevanten Forschungsansätzen. Anschließend evaluierte eine Experten-Jury diese Ergebnisse. Bei einer positiven Bewertung folgte die zweite Phase der Förderung.


Phase 2 – Umsetzungsphase
Die ausgewählten Forschungsansätze wurden in der zweiten Phase mit Ausrichtung auf spezifische Markt- und Kundenanforderungen innerhalb eines virtuellen Innovationslabors (InnoLab) weiterentwickelt. Forscherteams und eine Projektunterstützung entwickelten darin gemeinsam konkrete Verwertungskonzepte, die anschließend umgesetzt wurden. Die Umsetzungsphase dauerte bis zu zwei Jahre.