23 WIR!-Bündnisse starten in die Umsetzungsphase

Mit einem digitalen Kick-off starten 23 Bündnisse der zweiten WIR!-Förderrunde in die Umsetzungsphase. In den kommenden sechs Jahren werden sie den Strukturwandel in ihren Regionen vorantreiben.

Ein Jahr lang haben 44 Bündnisse aus strukturschwachen Regionen in ganz Deutschland an ihren Innovationskonzepten gefeilt. Eine Expertenjury hat nun die 23 überzeugendsten unter ihnen ausgewählt. Diese können nun in die bis zu sechsjährige Umsetzungsphase starten. „Sie werden in diesen sechs Jahren vieles anstoßen und erreichen können. Und doch kann und wird dies ‚nur‘ der Beginn eines langen Prozesses sein, der weitergehen muss“, gab Gisela Philipsenburg, zuständige Referatsleiterin im Bundesforschungsministerium, den Bündnissen mit auf ihren Weg. „Ein Leitmotiv Ihres Handelns muss immer sein, dauerhafte, selbst tragende Strukturen zu schaffen, die ohne Förderung durch Bund oder Land Bestand haben werden.“

Zum Start der Umsetzungsphase hatte das Ministerium für den 9. September zu einem digitalen Kick-off geladen, an dem rund 200 Akteurinnen und Akteure der 23 Bündnisse teilnahmen. Von Vertreterinnen und Vertretern des Ministeriums und des Projektträgers Jülich ließen sie sich über die Anforderungen und Erwartungen für die kommenden Jahre informieren. Gleichzeitig nutzten sie die Möglichkeit, Fragen zu stellen – etwa zu Strategiemanagement, Förderquoten und der Arbeit des Beirats oder zum Thema Öffentlichkeitsarbeit.

Gisela Philipsenburg während des Kick-off

Gisela Philipsenburg, zuständige Referatsleiterin im Bundesforschungsministerium, begrüßt die rund 200 Teilnehmenden des Kick-off.

BMBF

Ramon Kucharzak während des Kick-off

Anspruch und Erwartungen des Ministeriums gibt Ramón Kucharzak den Bündnissen mit auf den Weg.

BMBF

Thomas Reimann während des Kick-off

Thomas Reimann vom Projektträger Jülich erläutert die Anforderungen an die Umsetzungsphase.

BMBF

Von Gesundheitswirtschaft bis Umwelttechnologien

Die ausgewählten Bündnisse haben innovative Konzepte mit völlig unterschiedlichen Lösungsansätzen entwickelt. Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft arbeiten dabei vor Ort eng zusammen – aus einzelnen Ideen wurde bereits jetzt ein echtes ‚WIR!‘, das auch weit über die Region hinaus sichtbar werden kann. Neben diesem WIR! und der entsprechenden regionalen Verankerung, spielten in der Auswahl auch Aspekte wie die Innovationshöhe, die vor Ort zu erwartenden Struktureffekte und das Management eine Rolle.

Den themen- und technologieoffenen Ansatz, den das BMBF mit dem Förderprogramm „WIR!“ verfolgt, spiegelt die Bandbreite der erfolgreichen Bewerbungen wider: Die Innovationsfelder reichen von der Sicherheitstechnologie über Optik/Photonik und Umwelttechnologien sowie Ressourceneffizienz bis hin zur Gesundheitswirtschaft. Dabei stammen die ausgewählten Bündnisse aus unterschiedlichen strukturschwachen Regionen in Deutschland: Dazu zählen unter anderem das Ruhrgebiet und der Thüringer Wald, die Lausitz, das Saarland oder die Region Kiel.

WIR!-Logo

Bis zu 15 Millionen Euro

Die Fördermaßnahme WIR! – Wandel durch Innovation in der Region ist Teil der Programmfamilie „Innovation & Strukturwandel“, mit der das Ministerium den Wandel in strukturschwachen Regionen unterstützt. Allein bis 2025 stehen für „Innovation & Strukturwandel“ rund 600 Millionen Euro bereit. „WIR!“ zielt vor allem auf Regionen, die noch nicht zu den sichtbaren Innovationszentren gehören.

Die erste Förderrunde startete als Pilotprojekt in Ostdeutschland. In der zweiten Förderrunde konnten sich Bündnisse aus allen strukturschwachen Regionen Deutschlands bewerben. Jedem WIR!-Bündnis stehen in der sechsjährigen Umsetzungsphase nun bis zu 15 Millionen Euro zur Verfügung.