Wachstumskern MaliTec: Positive Bestandsaufnahme nach einem Jahr

Erster Geburtstag des Chemnitzer Wachstumskerns MaliTec. Vor einem Jahr erhielten die Maschinenbau- und Textilspezialisten aus Südsachsen ihren Zuwendungsbescheid vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Nun - am 12. Juni 2006 - trafen sich die Netzwerkpartner zu einem ersten Soll-Ist-Vergleich. Die Projektverantwortlichen präsentierten auf der Bündnisversammlung den Status quo ihrer Projekte.

Ziel der Zusammenkunft: „Alle Netzwerkpartner müssen wissen, wie die einzelnen Projekte laufen. Wo sind schon Lösungen gefunden worden, die sich vielleicht adaptieren lassen oder wo gibt es ähnliche Probleme, für die man projektübergreifend eine Lösung finden kann. Nur wenn man voneinander weiß, kann man sich auch helfen“, erläutert Holger Erth, Koordinator des Wachstumskerns und Geschäftsführender Direktor des Sächsischen Textilforschungsinstitutes e.V. (STFI).

Technische Grundlage von MaliTec ist die vor rund 50 Jahren von Heinrich Mauersberger aus Limbach-Oberfrohna entwickelte Malimo-Nähwirktechnik. Malimo-Maschinen können deutlich schneller und damit preiswerter produzieren, da fast beliebig viele Nadeln gleichzeitig den Grundstoff „übernähen“. So können mehrere Fadenlagen oder auch verschiedene Materialien verbunden werden wie Folien, Steinwolle oder Metallfasern.

Dr. Antje Melzer vom STFI, Abteilung Veredlung und Ökologie
und Stefan Schmaderer von der Meiko Textil GmbH Kirschau

Beispiel Projekt Cleantex: Reinigungstextilien für die gewerbliche Gebäudereinigung sollen leistungsfähiger werden, indem die Eigenschaften der textilen Materialien - Faser-Vlieswirkstoffe und Nähstoffe - verbessert werden. Die Anforderungen an die Textilien sind hoch: Tücher und Reinigungsmops müssen für verschiedene (auch raue) Oberflächen geeignet sein und eine sehr hohe Reinigungswirkung besitzen. Das will Elke Schmalz vom STFI in Zusammenarbeit mit der Firma Meiko Textil GmbH u.a. dadurch erreichen, dass die Textilien aus Feinstfasern und Fäden aus Mikrofilamenten (z.B. Metallfasern) hergestellt werden. Danach sollen die Tücher in speziellen Veredlungsprozessen anwendungsrelevant funktionalisiert werden.