„C3“ für den Deutschen Zukunftspreis 2016 nominiert

Flexibler, rostfreier Carbonbeton statt schweren Stahlbetons: Diese geniale Idee verschafft den Initiatoren des Zwanzig20-Konsortiums C3 gute Chancen auf den Deutschen Zukunftspreis. Es wäre nicht der erste Erfolg einer Unternehmen-Region-Initiative.

Gebäude aus Carbonbeton sind leicht, filigran und haltbar. Dank integrierter Funktionen sollen sie sogar auch heizen können – in dieser Visualisierung einer Brücke als rote Fahrbahn dargestellt. (Foto: aif der HTWK Leipzig)
Gebäude aus Carbonbeton sind leicht, filigran und haltbar. Dank integrierter Funktionen sollen sie sogar auch heizen können – in dieser Visualisierung einer Brücke als rote Fahrbahn dargestellt.
Foto: aif der HTWK Leipzig
Für ihre Forschungen und Entwicklungen zum Thema Carbonbeton sind die Initiatoren des „Zwanzig20“-Konsortiums C3 für den Deutschen Zukunftspreis 2016 nominiert worden. Bei der Bekanntgabe am 21. September hieß es über Manfred Curbach, Chokri Cherif und Peter Offermann von der TU Dresden und ihr Projekt „Das faszinierende Material Carbonbeton – sparsam, schonend, schön“:
 

„Die drei Nominierten haben einen innovativen Beton-Verbundwerkstoff von der Grundlagenforschung bis zum größten Entwicklungs- und Anwendungsnetzwerk der deutschen Baubranche geführt, mit dem sich das derzeit wichtigste Baumaterial Stahlbeton zunehmend ersetzen lässt. Das verlängert die Lebensdauer von Betonbauwerken, senkt dadurch die Instandhaltungskosten – und sorgt zudem für einen geringeren Ressourcenverbrauch und weniger CO2-Emissionen.“

Vier Gewinner binnen sechs Jahren?

Carbonbeton (vorne) braucht nur einen Bruchteil der Betonmasse, die für Stahlbeton (hinten) nötig ist. (Foto: filmaton)
Carbonbeton
vorne braucht nur einen Bruchteil der Betonmasse, die für Stahlbeton
hinten nötig ist.
Foto: filmaton
Am 30. November zeichnet Bundespräsident Joachim Gauck in Berlin eines der drei nominierten Teams mit dem Deutschen Zukunftspreis aus. Dann könnte der wichtigste deutsche Innovationspreis zum vierten Mal binnen sechs Jahren an eine Unternehmen-Region-Initiative gehen. Im Jahr 2011 gewann das Dresdner Team um Karl Leo mit ihren organischen Halbleitern; wichtige Grundlagen wurden in der InnoProfile-Initiative „Organische p-i-n-Bauelemente“ gelegt. Den Deutschen Zukunftspreis 2013 gewann unter anderem Stefan Nolte vom Zentrum für Innovationskompetenz „ultra optics“ in Jena; er hatte Ultrakurzpulslaser für die industrielle Massenfertigung ertüchtigt. Im Jahr 2014 schließlich sicherte sich ein Forscherteam um Katrin Petersen den begehrten Preis; das Projekt „Lebensmittelzutaten aus Lupinen“ basierte auf dem Wachstumskern „PlantsProFood“.
 

Mehr über das Zwanzig20-Konsortium C3 erfahren Sie im Video „Neues Bauen mit Carbonbeton“, auf der C3-Profilseite und unter www.bauen-neu-denken.de.